|
Social Bookmarking |
|
|
|
Es gibt für den Erwachsenen acht Aminosäuren, die mit der Nahrung zugeführt werden müssen. Aminosäuren sind in erster Linie als Bausteine von Eiweiß/Proteinen von Bedeutung.
- α-Aminosäuren:
Die Aminogruppe der α-Aminosäuren befindet sich am zweiten
Kohlenstoffatom, einschließlich des
Carboxyl-Kohlenstoffatoms. Die Zählung beginnt immer mit dem
Carboxyl-Kohlenstoff. Die IUPAC-Nomenklatur lautet
2-Aminocarbonsäuren, da sich die Aminogruppe am zweiten
Kohlenstoff befindet. Der einfachste Vertreter der
α-Aminosäuren ist die proteinogene Aminosäure
Glycin.
Der Begriff Aminosäuren wird meist synonym für eine Gruppe von α-Aminosäuren verwendet, die hauptsächlich aus L-α-Aminosäuren besteht: die proteinogenen Aminosäuren. Die proteinogenen Aminosäuren sind die Bausteine sämtlicher Proteine allen Lebens auf der Erde. Die proteinogenen Aminosäuren sind also neben den Nukleinsäuren Grundbausteine des Lebens.
- β-Aminosäuren: Die Aminogruppe der β-Aminosäuren befindet sich am dritten Kohlenstoffatom (das Carboxyl-Kohlenstoffatom mitgezählt). Die IUPAC-Nomenklatur lautet 3-Aminocarbonsäuren. Der einfachste Vertreter ist β-Alanin.
- γ-Aminosäuren: Die Aminogruppe der γ-Aminosäuren befindet sich am vierten Kohlenstoffatom (das Carboxyl-Kohlenstoffatom mitgezählt). Die IUPAC-Nomenklatur lautet 4-Aminocarbonsäuren. Der einfachste Vertreter ist γ-Aminobuttersäure (GABA).
Aminosäuren als Bausteine in vielfältigen Funktionen
Die im Menschen natürlich vorkommenden 20 proteinogenen Aminosäuren.Aminosäuren sind in der Biochemie von großer Bedeutung, da sie die Bausteine von Peptiden und Proteinen (Eiweißen) sind. Im Allgemeinen werden in der Literatur zwanzig so genannte proteinogene Aminosäuren genannt, d. h. solche, die im Genom für Proteine kodiert sind, allerdings sind in letzter Zeit zwei weitere (Selenocystein und Pyrrolysin) hinzugekommen. Bei diesen handelt es sich stets um α-Aminosäuren, da die Aminogruppe und die Carboxylgruppe mit demselben Kohlenstoffatom (Cα) verbunden sind. Diese 20 Aminosäuren werden durch je drei Basen in der DNA kodiert. Darüber hinaus gibt es noch weitere Aminosäuren, die Bestandteile von Proteinen sind, jedoch nicht kodiert werden.
Aminosäureketten werden in Abhängigkeit von ihrer Länge als Peptide oder Proteine bezeichnet. Bis zu einer Verkettung von etwa 50 Aminosäuren spricht man in der Regel von Peptiden. Die einzelnen Aminosäuren sind dabei innerhalb der Kette über die so genannte Peptidbindung (Säureamid) verknüpft.
In Form von Nahrung aufgenommene Proteine werden bei der Verdauung in Aminosäuren zerlegt. In der Leber werden sie weiter verwertet. Entweder werden sie zur Proteinbiosynthese verwendet oder abgebaut
Essentielle Aminosäuren
Aminosäuren, die ein Organismus nicht selbst herstellen kann, heißen essentielle Aminosäuren und müssen mit der Nahrung aufgenommen werden. Für Menschen sind Valin, Methionin, Leucin, Isoleucin, Phenylalanin, Tryptophan, Threonin und Lysin essentielle Aminosäuren. Semi-essentielle Aminosäuren müssen nur in bestimmten Situationen mit der Nahrung aufgenommen werden, z. B. während des Wachstums oder bei schweren Verletzungen. Die übrigen Aminosäuren werden entweder direkt synthetisiert oder aus anderen Aminosäuren durch Modifikation gewonnen. Methionin kann zu einem Großteil aus Cystein synthetisiert werden. Für Kinder ist zusätzlich zu den generell essentiellen Aminosäuren Tyrosin essentiell, da in diesem Lebensalter die Körperfunktion zu dessen Herstellung noch nicht ausgereift ist. Es gibt auch Erkrankungen, die den Aminosäurestoffwechsel beeinträchtigen, dann müssen unter Umständen eigentlich nicht-essentielle Aminosäuren dennoch mit der Nahrung aufgenommen werden.
| Aminosäure | Code | Code | Bemerkung |
|---|---|---|---|
| Alanin | Ala | A | nicht-essentiell |
| Arginin | Arg | R | semi-essentiell |
| Asparagin | Asn | N | nicht-essentiell |
| Asparaginsäure | Asp | D | nicht-essentiell |
| Cystein | Cys | C | nicht-essentiell* |
| Glutamin | Gln | Q | nicht-essentiell |
| Glutaminsäure | Glu | E | nicht-essentiell |
| Glycin | Gly | G | nicht-essentiell |
| Histidin | His | H | semi-essentiell |
| Isoleucin | Ile | I | essentiell |
| Leucin | Leu | L | essentiell |
| Lysin | Lys | K | essentiell |
| Methionin | Met | M | essentiell |
| Phenylalanin | Phe | F | essentiell |
| Prolin | Pro | P | nicht-essentiell |
| Serin | Ser | S | nicht-essentiell |
| Threonin | Thr | T | essentiell |
| Tryptophan | Trp | W | essentiell |
| Tyrosin | Tyr | Y | nicht-essentiell* |
| Valin | Val | V | essentiell |
Auszug aus
Wikipedia - der freien Enzyklopädie
Aminosäuren haben viele wichtige Funktionen im menschlichen Körper und sind unverzichtbar.
|
Allgemeine Funktionen ausgewählter Aminosäuren (außer Muskelaufbau) |
|
| Aminosäure | Funktionen |
| Arginin | Gefäßerweiterung, Senkung des Blutdrucks, Muskelpump, Entgiftung des Körpers |
| Arginin, BCAA, Glutaminsäure | Ammoniak-Entgiftung und -transport |
| Arginin, Ornithin, Glutamin | Wachtumshormon-Ausschüttung |
| Cystein, Arginin, Glutamin | Stimulation und Stabilisation des Immunsystems |
| Cystein, Glutamin | Erhaltung der Körperzellmasse |
| Cystein | Radikalfänger, Antioxidant |
| Glutamin |
Verbessert die geistige und körperliche Fitness |
| Methionin | Wundheilung |
| Tryptophan | Vorstufe von Serotonin |
Die Gesellschaft
für Ernährungsforschung e.V. (GfE) bietet weitere Informationen über
Ernährung, Bodybuilding, Fitness und Training:
Hier
kannst Du den GfE - Newsletter abonnieren

gfe_Aminosaeuren-Bausteine_des_Lebens.pdf
[106 KB]

gfe_BCAA-Aminosaeuren_im_Bodybuilding.pdf
[217 KB]

gfe_BCAA.pdf
[88 KB]






