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Unter Übertraining versteht man kontinuierlich zu hohe Trainingsintensitäten, zu hohes Trainingsvolumen und/oder unzureichende Regenerationszeiten zwischen den Trainingseinheiten, so dass das Leistungsniveau des betroffenen Sportlers sinkt.

Symptome

Die zu erbringende sportliche Leistung wird vom Trainierenden als schwerer und ermüdender empfunden, die Leistungsfähigkeit sinkt kontinuierlich. Je nach Ausprägung des Übertrainings wird der Körper immer geschwächter.

Die Verletzungsgefahr steigt, das Immunsystem leidet und die mentale Verfassung des Sportlers verschlechtert sich; Motivationsschwächen, Konzentrationsstörungen und sogar Depressionen können dabei auftreten. Ein sich anbahnendes Übertraining kann sich in einer Erhöhung des Ruhepulses bemerkbar machen.

Behandlung

Übertraining kann sowohl lokal in einzelnen Muskeln/Muskelgruppen als auch global auftreten. Beim globalen sind der ganze Körper oder große Teile davon betroffen.

Lokales Übertraining wird durch längerfristig überbetontes Training der betroffenen Bereiche induziert. Dabei steigert sich besonders die Verletzungsanfälligkeit der beteiligten Muskeln. In Extremfällen treten sogar bei einfachen gewohnten Belastungen außerhalb des Trainings Verletzungen auf, wodurch die Ursachenergründung erschwert wird. Sehnen, Bänder und Gelenke können einen deutlich erhöhten Verschleiß zeigen. Kurzfristig kann es durch eine längere Pause für den betroffenen Bereich abgebaut werden. Langfristig sind Trainingsvolumen, -intensität und -häufigkeit zu überdenken. Besonders bei der lokalen Form des Übertrainings ist sich der Sportler dessen selten bewusst, da es nicht zwangsläufig mit all den vom globalen Übertraining bekannten Beschwerden einhergehen muss.

Speziell bei Ausdauertraining und im Kraftsport-Bereich entsteht globales Übertraining sehr häufig durch überdimensionierte Trainingspläne. Durch eine längere Regenerationsphase mit keinen bis wenigen, sehr leichten Trainingseinheiten kann dieser Zustand aber wieder neutralisiert werden. Nicht sportgerechte Ernährung, häufiger Schlafmangel, Krankheiten und anhaltender Stress beeinflussen die Regenerationsfähigkeit negativ und kommen als Ursache für globales Übertraining ebenfalls in Frage.

Dagegen wird vor allem im Leistungssportbereich immer wieder versucht, Übertraining durch Doping zu kompensieren. Aber auch im Freizeitsportbereich ist dieses Problem vertreten.

Auszug aus Wikipedia - der freien Enzyklopädie

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